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flag Indonesien Pelagian (liveaboard), Tukan Besi Archipel, Southeast Sulawesi
by Eva Reiter. • 30.12.2016 • CMAS **, < 350 TG

23.12.-30.12.2016

Eine Tour auf der Pelagian ist ein besonderes Taucherlebnis. Die Pelagian gehört zum Wakatobi Resort. Sie ist eine Tauchyacht, mit der die Gäste auf außerordentlich stilvolle Weise die Tauchgründe in den Archipelen westlich der Wakatobi-Inselgruppe Wangi-Wangi, Kaledupa, Tomia und Binongko erforschen können. Komfort in jeder Beziehung wird dabei besonders großgeschrieben. Daher sind bei einer Mannschaftsstärke von 12 Besatzungsmitgliedern gerade mal 10 Tauchgäste an Bord.

So geht’s los:
Die Einschiffung geschieht meist am Freitagmittag, nachdem der wöchentliche Charterflug von Bali aus gelandet ist – da liegt die Pelagian in der Nähe der Insel Tomia vor Anker. Ob die Tauchgäste schon einige Tage vorher im Resort waren, oder gerade erst mit der Garuda-Airlines auf der Nachbarinsel gelandet sind: auf jeden Fall werden sie nach einem Mittagessen an Land dann mit den Tauchbooten des Resorts an Bord gebracht. Dabei gilt das Prinzip: kein Gast muss sich um sein Gepäck kümmern, die Koffer sind mit Namensschildern gekennzeichnet und nach dem ersten Willkommensgruß findet man sie auf seiner Kabine bereits vor. Natürlich wird zur Begrüßung ein erfrischendes Getränk gereicht und die Gäste willkommen geheißen. Dazu gehört auch, dass sich die gesamte Crew persönlich vorstellt. Eine Einweisung ins Boot wird mit einem kurzen Rundgang und auch per Powerpoint Präsentation im Salon bewerkstelligt.

So lebt man auf der Pelagian:
Nach einem letzten Umbau im Jahr 2013 gibt es nun für die Taucher insgesamt 5 Kabinen in unterschiedlichen Kategorien. Besonders luxuriös und – für jeden, dem die nicht unerheblichen Kosten es wert sind - empfehlenswert ist die Master Cabin. Eine mit 30qm großräumige Kabine auf dem Vorderdeck, die die gesamte Breite des Schiffs einnimmt. Durch ihre Lage ganz vorn schläft man dort besonders gut und leise, was aber auch dem hervorragenden großen Bett geschuldet ist. Aber auch die anderen Kabinen sind nicht zu verachten. Der geübte Liveaboard-Taucher weiß aber, dass er für einen ruhigen Schlaf auf die Lage der Kabinen zu achten hat – so ist hier auf der Pelagian die Kabine 2 über dem Maschinenraum – insbesondere wenn die Jacht fährt – nicht unbedingt für sensible Schläfer geeignet.

So speist man auf der Pelagian:
Für 10 Taucher ist der große Tisch auf dem hinteren Deck zu beengt – zumal nicht alle gerne bei jedem feucht-heißen Wetter draußen sitzen wollen. So wird der Salon zum Speisen verwendet. Es gibt hier zwei Tische mit intelligent gestalteten Sitzgelegenheiten, an denen 5 - 7 Gäste bequem essen können. Es wird fein eingedeckt und noch feiner aufgetischt. Zum Frühstück werden am Abend vorher die Wünsche der Gäste abgefragt, sei es Eierspeisen jeder Art, Pfannkuchen, Joghurt, frische Früchte, asiatische Nudelgerichte oder gar Steak mit Ei, alles macht der Chef in seiner großen Küche möglich. Das Mittag- und Abendessen ist jeweils ein Dreiganggericht aus Vor-, Haupt- und Nachspeise, das mit 3 Alternativen von Fleisch, Fisch und Vegetarisch zur Wahl angeboten wird. Aber auch hier werden Änderungswünsche oder auch Nachbestellungen (wenn der Tauchgang gar so viel Hunger gemacht hat) flexibel erledigt. Softdrinks, Kaffee, Schokolade und Wasser aus großen Glaskannen steht jederzeit zur Verfügung, ebenso Süßigkeiten wie Mars und Snickers. Der Verbrauch von Softdrinks, Bier und Wein wird natürlich per Strichliste geführt und separat abgerechnet. Wen die drei Hauptmahlzeiten nicht satt machen, der kann sich auch noch auf die reichhaltigen und abwechslungsreichen Snacks nach dem dritten Tauchgang freuen, die gleich auf dem hinteren Deck aufgetischt werden – wie immer nach dem Tauchen mit Getränken nach Wunsch kredenzt. Der Speiseplan ist aber nicht nur reichhaltig, sondern schmeckt auch fabelhaft: Lamm, Kalb, Rind, Snapper, Thunfisch und Riesengarnelen, mit Reis, Kartoffeln, Gemüse, süß-sauer, scharf, ganz nach Geschmack: Lecker!

So taucht man auf der Pelagian:
Dergestalt gestärkt, stellt das Tauchen keine Anstrengung dar. Der übliche Safariboot-Rhythmus von Schlafen – Essen – Tauchen wird natürlich auch hier exerziert: 6:30 kleines Frühstück, 6:45 Briefing für 1. Tauchgang, 8:30 großes Frühstück, 10:15 Briefing für 2. Tauchgang, Mittagessen ca. 12:30; 14:15 Briefing für 3. Tauchgang, danach Snacks, 17:40 Briefing für Nachttauchgang, ca. 19:30 Abendessen, anschließend Vortrag über die besonderen Tauchgründe oder das marine Leben, Schlafen ab ca. 21 oder etwas später – einfach, weil so ein Tag zwar himmlisch ist, aber irgendwie trotz allem recht müde macht. Immerhin ist jeder Tauchgang bis zu 70 Minuten lang.
Das Briefing findet immer auf dem Hinterdeck statt. An der Wand ist ein Whiteboard angebracht, auf dem der nächste Tauchplatz von den Guides recht detailliert aufgemalt wird, ebenso die Tidentabelle (als Anhaltspunkt für mögliche Strömung) sowie die Information für die Fotografen, welches Objektiv zu verwenden ist. Die Namen der Taucher sind gelistet und einem der beiden schnellen Tenderboote zugeordnet. Wer einen Tauchgang aussetzen möchte, der vermerkt das hinter seinem Namen. Zum Briefing sollen die Taucher schon angezogen sein, denn sobald der Tauchplatz eingehend erklärt ist, geht es sofort in die Tenderboote. Die Pelagian ist eine Luxus-Yacht, aber kein speziell zu diesem Zweck gebautes Tauchboot – man wird also vergebens ein Tauchdeck suchen. Aber das braucht es bei 10 Tauchern auch gar nicht: Flossen, Blei, und die Flaschen mit Jacket und Automaten bleiben einfach auf den Tenderbooten und werden auch dort gefüllt, während Kleinkram wie Masken etc. in einem kleinen Korb transportiert wird. Also rund 15 Minuten vor dem Briefing anziehen, dem Briefing sorgsam zuhören und dann nur noch ins Tenderboot steigen und alles andere ist schon da. Nach dem Tauchgang werden die Anzüge von den Tauchguides nach oben auf das hintere Sonnendeck gebracht und dort zum Trocknen aufgehängt. Für Kameras gibt es auf jeder Seite des hinteren Decks einen Wasserbehälter, bevor sie dann im separaten Kamera-Raum wieder für den nächsten Einsatz bereit gemacht werden können.

… und da wird getaucht:
Üblicherweise fährt die Pelagian eine 7-Tage-Route. Nach Aufnehmen der Passagiere geht es zuerst nach Süden nach Binongko, wo drei Tauchgänge gemacht werden und wieder zurück nach Tomia. Von dort dann an der Nordseite des Kaledupa und des Kapota Atolls entlang wo wiederum mehrere Tauchgänge und Station gemacht werden. Die lange Fahrt zur Insel Buton wird nachts zurückgelegt, so dass wir morgens bereits in Pasar Wajo aufgewacht sind. Da blieben wir 2 Tage und gingen dann entlang der Inseln Kapota, Wangi Wangi, Hoga und Kaledupa wieder zurück nach Tomia für die letzte Nacht. Wakatobi zeichnet sich durch seine Vielfalt aus: Lagunen mit langezogenen Sandflächen, Steilwände mit wunderbaren Korallen bewachsen – ein Fischreichtum sondergleichen in meist recht klarem Wasser mit Sichtweiten bis zu 30 oder 40 Metern. Kein Wunder, dass wir nicht nur Pygmäen-Seepferdchen in den Korallen gezeigt bekamen, sondern auch oft genug Schildkröten oder gewaltige Stachelrochen im Blau vorbeischweben sahen. Was aber die Pelagion Tour so besonders macht, ist diese Mischung aus „colourful corals“ (wie ein Mitreisender begeistert sagte) und dem Muck Diving in der Bucht Pasar Wajo auf der Insel Buton: Die seltsamsten Kreaturen leben da offensichtlich glücklich in Müll und Schlamm, sei es Pfeifenfische, Muränen, unendlich viele und verschiedene Rotfeuerfische, dann die herrlich anzusehenden Mandarinfische, die farbigen Fangschreckenkrebse und nicht zuletzt riesige Seepferdchen und Sternengucker. Diese Vielfalt macht die Tour zu etwas Besonderen.

Dass wir dann auf der Fahrt nicht nur größere Gruppen von Delphinen gesehen haben, sondern auch eine große Herde von rund zwei Dutzend Pilotwalen, das ist natürlich ein besonderes Glück, das nicht auf jeder Tour erlebt werden kann. Vielen Dank an den Captain und die Mannschaft, dass sie dafür entsprechend die Route verlassen haben. Ein wunderbares Erlebnis. Und Danke daher überhaupt an diese Mannschaft: an Ramon, Judith, Ketut, Komang und Wira, Ari und Komang, den Chef, den Captain und die fleißigen Helfer in Küche, Maschinenraum und auf der Brücke: ein tolles Team, stets hilfsbereit, stets freundlich, stets gut gelaunt.

Ihr habt diese eine Woche zu einer unvergesslichen werden lassen.

pelagian - liveaboard

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