Lust auf Meer


oder
Schützt die Haie!



Wer ist SHARKPROJECT ?
Die im September 2002 gegründete Initiative SHARKPROJECT e.V. kämpft an vorderster Front für mehr Wissen über den Hai und damit für mehr Verständnis für den Schutz dieser Tiere. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die oft zu Unrecht als blutrünstig dargestellten Haie als schützenswerte Spezies zu zeigen und sie somit zu „entkriminalisieren“. Zu den Mitgliedern der Haiinitiative gehören Wissenschaftler, Taucher und Haifreunde aus der ganzen Welt. Präsident ist der in Offenbach ansässige Gerhard Wegner. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Schweizers Dr. Erich Ritter, einem der weltweit bekanntesten Haiforscher, werden dafür gezielte Forschungsprojekte durchgeführt, Seminare und Vorträge veranstaltet sowie eigene Dokumentationen und Filme produziert.

Die Arbeit von SHARKPROJECT
Mit derzeit 5 Projekten will SHARKPROJECT einen gezielten Beitrag zum Schutz und zum Wissen über die Haie leisten:
de Erforschung der Körpersprache der Haie mittels gezielter Experimente und Interaktionsversuche sowie der Weitergabe der gewonnenen Forschungsergebnisse
de Analyse von Haiunfällen
Unterstützung von Hai-Forschungsprojekten (Grundlagenwissen, Lebensräume und Bedeutung für das Ökosystem) im Roten Meer, in der Karibik und im Atlantik
de Produktion von wissenschaftlich fundierten Haifilmen
Durchführung von Haischutzkampagnen.

© sharkproject
GERHARD WEGNER

Lust-auf-Meer.com unterstützt SHARKPROJECT
Wer Lust auf Meer hat, kommt nicht umhin, sich nicht nur für die Erhaltung und den Schutz der Haie einzusetzen, viel mehr kann er die überwiegend falsche Darstellung der Haie als gewissenlose Killer nicht einfach hinnehmen.
Auch Raubtiere wie Haie müssen durch den Menschen geschützt werden, damit das Meer in seiner Vielfalt und Schönheit erhalten wird. Denn die Haie gewährleisten die Diversität im Meer und stellen sicher, dass sich keine Art explosionsartig vermehren und ausdehnen kann. Die meisten Raubtiere über 50 kg auf dieser Welt sind Haie – seit fast 400 Millionen Jahren erfüllen sie zuverlässig ihre Aufgabe als Meeres-Polizei, indem sie kranke und verletzte Tiere entfernen und so auch zur genetischen Stabilität der einzelnen Fischarten beitragen.

Wenn die Haie sterben, stirbt auch das Meer
Haie werden derzeit um ein vielfaches schneller gefangen, als sie sich vermehren können. Die meisten Arten erreichen erst nach vielen Jahren ihre Geschlechtsreife, wo sie dann im Abstand von zwei oder mehr Jahren nur wenige Nachkommen produzieren.
Durch die globale Verbreitung der Haie muss angenommen werden, dass nach deren Ausrottung die Folgen auch global auftreten werden! Ein teilweiser oder vollkommener Kollaps der einzelnen Nahrungs-ketten kann als Folge nicht ausgeschlossen werden. Die hieraus resultierenden Folgen für unsere Umwelt und die Zukunft der Menschheit kann wohl nur als katastrophal bezeichnet werden.
Neueste Untersuchungen (Dalhousie University 2003) belegen einen Rückgang der Hai-Populationen im Nordatlantik seit 1992 um bis zu 89%. Bereits Ende 2001 enthielt die „Rote Liste“ (UNEP-WCMC United Nations Environment Programme World Conservation Monitoring Centre) der vom Aussterben bedrohten Arten 71 Haiarten – heute sind das sicherlich noch weit mehr! Es wird höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.
Lust-auf-Meer.com hilft mit, diesem Raubbau Einhalt zu gebieten – helfen auch Sie!
Unterstützen Sie die Arbeit und die Kampagnen von SHARKPROJECT!

© sharkproject
FRANZ HAJEK

Stop Finning -Kampagne
Die „Stop Finning“ Kampagne unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Hans Hass und seiner Frau Lotte wurde Anfang 2004 begonnen. Beim Finning wird den Haien ganz oder teilweise die Flossen vom Körper abgetrennt – meist bei lebendigem Leib. Das gefinnte Tier wird wieder zurück ins Meer geworfen, da die Flossen weniger Laderaum beanspruchen, als der ganze Körper.
Hauptabnehmer für Haiflossen findet man in fernöstlichen Kulturen, in denen der Haiflosse ursprünglich eine aphrotisierende Wirkung zugesprochen wurde und Haiflossensuppe ein kulturelles Mahl darstellt, mittlerweile aber zu den Statussymbolen zählt. Hong Kong und viele weitere asiatische Staaten importieren derzeit aus 150 Ländern Haiflossen für Verarbeitung, Weiterverkauf und den Weiter-Export. Zu den Lieferanten zählen Japan und Spanien als Hauptlieferanten für Blauhai-Flossen, die Philippinen und die Staaten des Mittleren Ostens für Schwarzspitzenhaie, Mexiko für Hammerhaie, Brasilien, Mexiko, Venezuela und die Philippinen für die Flossen des Weissspitzen-Hochseehais. Aber auch Deutschland reiht sich hier ein: Für Dornhai und Heringshai rangieren Norwegen, Deutschland und Grossbritannien ganz oben auf den Importstatistiken.
Einige wenige Staaten haben den dringend notwendigen Handlungsbedarf erkannt und die Praxis des Finnings durch mehr oder weniger wirksame Regelungen und Gesetze untersagt, z.B. USA, Südafrika, England, Mauretanien, Mexiko, Malta, Nambia, Oman, die Philippinen und Israel. Die in 2004 von der EU verabschiedete Verordnung über das Abtrennen von Haiflossen an Bord von Schiffen ist derzeit noch nicht ausreichend, und soll heuer auf ihre Wirksamkeit erneut überprüft werden.
Ziel der Kampagne ist, über die grausame Praxis des Finnings und seiner Folgen zu informieren und auf die Verantwortlichen einzuwirken, damit diese mit entsprechenden Maßnahmen gegen wirken. Mit Petitionen und Öffentlichkeitsarbeit macht SHARKPROJECT auf das sinn- und hemmungslose Abschlachten der Hai wegen der Flossen aufmerksam.

·········> stop finning - kampagne

© sharkproject
ANDREAS SEREC

Stop Sales – Kampagne
„Der Hai – (k)ein schwimmender Supermarkt“ – unter diesem Titel startete SHARKPROJECT auf der „boot“, Düsseldorf, 2005, die neue Kampagne für aktiven Haischutz. Aufgerufen ist jeder, um auf die Vermarkter von Haiprodukten direkten Einfluss zu nehmen. Schließlich lässt sich fast alles an einem Hai verwerten: von der Hornhaut für die plastische Humanmedizin oder Knorpel in vermeintlichen „Antikrebspillen“ über das Leberöl als Zusatzstoff für viele Kosmetika bis hin zu den Flossen und dem Haifischfleisch, das unter anderem auch als Schillerlocke, Speckfisch oder Seeaal auf den Tisch kommt.
Auf einer speziellen Internet-Seite von SHARKPROJECT werden alle Firmen aufgelistet, die Haiprodukte in jeglicher Form verkaufen oder verwenden. Jeder ist aufgefordert, diese Liste zu komplettieren und ggf. mit digitalem Bildmaterial zu dokumentieren. SHARKPROJECT wird dann diese Firmen kontaktieren und sie um den freiwilligen Verkaufs- bzw. Verwendungsverzicht dieser Produkte zu bitten.
Erste Erfolge sind bereits zu vermelden: zum Beispiel sperrt eBay Anbieter von Haiprodukten, in Österreich hat die Merkur Handelsgruppe Haifischsteaks aus dem Sortiment genommen und in der Schweiz wurde die SPAR Handels AG auf ein Haifischfleischangebot einer ihrer Supermärkte aufmerksam gemacht, dessen Verkauf umgehend eingestellt wurde.
Nach der ersten Phase in den deutschsprachigen Ländern soll die Kampagne in Kooperation mit anderen Haischutzorganisationen weltweit ausgedehnt werden.
·········> www.stop-sales.com

Mehr Infos zum sharkpoject unter www.sharkproject.com .


by. Eva Maria Reiter
13. Februar 2005
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