Gozo und Malta mausern sich zum Wrack-Mekka im Mittelmeer
Noch ein neues Wrack vor Malta

Am 14. August 2007 wurde das Patrouillenboot P 29 vor Cirkewwa, ganz in der Nähe der Rozi, als neue Tauchattraktion versenkt. Es liegt jetzt in einer Tiefe von maximal 37 Metern aufrecht am Sandgrund.

Die P 29 lief 1970 vom Stapel und wurde auf den Namen "Boltenhagen" getauft. Sie versah als Minensucher der ehemaligen DDR bis zu ihrer Ausmusterung 1997 ihren Dienst und wurde anschließend an die Marine von Malta verkauft. Unter dem neuen Namen P29 bestand ihre Aufgabe in der Sicherung des weiten Seegebietes um die maltesischen Inseln.

Nach seiner Außerdienststellung wurde das 7m breite und 52m lange Schiff im Hafen von Valetta von allen umweltschädlichen Materialien gereinigt und am 14. August von einem Schlepper nach Cirkewwa gezogen und dort versank es kurz vor 14 Uhr innerhalb weniger Minuten auf den Meeresgrund. Es liegt auf einer Tiefe von ca. 37 m. Die Aufbauten fangen bereits bei 16m an.

Der legendäre Schlepper „Rozi“ hat nun einen Nachbarn bekommen, der sicher mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie die „alte Dame“. Stolz und aufrecht liegt die P 29 nun auf dem Sandboden und liefert damit äußerst ansprechende Fotomotive sowohl außen als auch innen. Durch die Nähe zum Riff lohnt sich eine ausgedehnte Entdeckungstour des Wracks, die man auf dem flachen Plateau angenehm beenden kann.

Fotos: © Nautic Team Gozo

Durch die Positionierung an der Nordküste Maltas läßt sich die P 29 auch von Gozo aus bequem als Bootstauchgang erreichen. Gozo und Malta sind somit abermals um eine Tauchattraktion reicher. Das Archipel mausert sich damit immer mehr zum Wrack-Mekka im Mittelmeer.

Mehr Informationen unter www.nauticteam.com

by A. Holler • 21. August 2007

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