Kontaktdaten zur Basis
Tauchschule Grundlsee, Gössl, Grundlsee
by
Eva Maria Reiter • 10.06.2011 • CMAS**, 250 TG

Wer zum Tauchen an den Attersee fährt, wird selten den Weg zum Grundlsee finden, hat doch der Attersee bekanntlich hinreichend aufregende Tauchplätze zu bieten, und der Weg zum Grundlsee im Ausseer Land ist doch ein wenig lang ... Dennoch empfiehlt sich der Abstecher in die Steiermark unbedingt: wir haben stets - auch bei Regenwetter - nur ausgezeichnete Tauchgänge am Grundlsee erlebt!

Der Grundlsee zieht sich mit einer Breite von maximal 1km und einer Länge von mehr als 6km in Ost-West-Richtung. Er hat eine Maximaltiefe von 64m und ist wie viele andere Seen des Salzkammerguts wegen seiner Trinkwasserqualität bekannt. Man erreicht ihn über die Ortschaft Grundlsee an der schmalen Westspitze und fährt dann am nördlichen Ufer entlang bis beinahe zur Ortschaft Gössl am Ostufer - auf der Südseite lässt er sich nicht umrunden. Idyllisch liegt der See im Gebirge, eingerahmt von hohen Berggipfeln, deren Schnee vor allem im Frühjahr bei Schneeschmelze für schlechte Sicht im See sorgen.

Am Ostende befindet sich auch die Tauchschule Grundlsee, idealerweise direkt am sehr schönen Tauchplatz "Badebucht" zwischen dem Einfluss des Toplitzbaches und des Stimitzbaches gelegen.
Auf einem Schotterplatz kann gegen Gebühr geparkt werden - es gibt übrigens kaum eine Stelle rund um den See, an der Parken nicht gebührenpflichtig wäre, was aber auch nicht verwunderlich ist, da es halt auch nur wenig Platz gibt. Dann empfiehlt es sich - je nach geplanter Anzahl der Tauchgänge - das Tauchequipment auf die Badewiese zu bringen, und sich dort anzuziehen.
Achtung allerdings, jedes Jahr zum Vatertag findet am Grundlsee das Narzissenfest statt. Dadurch kann es nicht nur zu (geringfügigen) Einschränkungen in der Anfahrt über Aussee kommen, sondern vielmehr ist der Platz an der Liegewiese dann von der Feuerwehr belegt, die zum Ausgleich für die Sicherungsmaßnahmen beim Fest hier dann ihre Übungen und Schulungen durchführen darf. Der Sichtweite unter Wasser tut diese "Taucherdichte" dann auch nicht immer gut.

Der Einstieg selber ist recht unkompliziert: es geht sehr flach direkt von der Liegewiese ins Wasser, aber halt wirklich sehr, sehr flach über eine Kiesfläche, die erst nach einiger Zeit Tiefen von mehr als 15m erreicht.
Wir tauchen linke Schulter am Ufer entlang, denn da fließt der Stimitzbach in den See, und bringt klares, oft aber auch entsprechend kaltes Wasser mit sich. Der Bach hat zu stürmischeren Zeiten Baumstämme, Zweige, Laub, ganze Wurzelstöcke und anderes Treibgut mit sich geführt, was sich im Einflussbereich des Baches angestaut hat. Immer finden sich hier eine Menge Barsche und Aiteln, die sich in diesem Gewirr gut verstecken können. Aber auch Aalrutten sind häufige Fotomotive.

Die Tauchbasis selber besteht im wesentlichen aus Füllstation und Kiosk - und beides haben wir mit großer Zufriedenheit in Anspruch genommen. Ein kühles Radler und ein Schnitzel mit abschließendem Steckerleis machen Leib und Seele wieder fit, während die Flaschen zu recht annehmbaren Preisen von 5 bzw. 6 Euro (10l bzw. 12l) gefüllt werden. Auch am Grundlsee ist für das Tauchen die Dive Card der ARGE-Tauchen erforderlich - und ohne diese wird bei der Basis auch nicht gefüllt.
Der Chef selber, Harald Groißmayer, wartet gern mit allerlei Tipps zum Tauchen vor Ort auf, für alle diejenigen, die sich nicht schon vorher auf der Website der Tauchbasis die wichtigsten Infos und die Tauchplatzbeschreibungen gezogen haben.

Neben der Badebucht hat der Grundlsee noch einige andere, reizvolle Tauchplätze zu bieten, den Rostigen Anker, die Gössler Bucht, die Canyons, und mehr. Ein Tauchtag am Grundlsee oder Tauchwochenende sogar, rentiert sich bestimmt - aber mit einem schönen Sonnenuntergang über dem See wird der Aufenthalt dann richtig perfekt.

6 von 6 Nautili


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