Kontaktdaten zur Basis
Azzurra Pro Dive, La Digue
by
atomic-rooster • 30.06.2010 • AOWD, 60 TG

Hallo,

ich war Anfang Dezember 2009 für drei Wochen auf den Seychellen, davon eine Woche auf einem Segelschiff, der Seashell, wo ich 10 sehr schöne TG um Prasline und La Digue gemacht habe.

Die zweite und dritte Wochen habe ich auf La Digue verbracht. Die Insel ist traumhaft schön und ist für mich bis heute der schönste Platz auf Erden, den ich bisher kennenlernen durfte.

In den 14 Tagen auf La Digue wollte ich natürlich die Unterwasserwelt um La Digue weiter erkunden. Die einzige Basis auf der Insel machte auf den ersten Blick eine guten Eindruck. Ich wurde freundlich begrüßt und nach Erledigung der Formalitäten habe ich für den nächsten Tag zwei TG gebucht. Ein Abholservice vom Hotel wurde auch mir nicht angeboten - aber so konne ich mich ein weiteres mal an meiner nagelneuen und sehr leichten Ausrüstung erfreuen :-)

Am nächsten Tag war ich der einzige Tauchgast. Nach kurzer Verspätung ging es im rasanten Tempo auf der Ladefläche eines Pritschenwagens zum Hafen. Ohen Pause ging es dann rasant mit dem Boot zum ersten Tauchplatz zwischen La Digue und Prasline., den wir nach keinen 5 Minuten erreichten.

Der Guide sprang vorab ins Wasser um die Strömung überprüfen. Nach seinem OK bin ich nach, seiner Anweisung, mit leerem BCD vom Boot gesprungen und gleich abgetaucht. Es ging zuerst ein gutes Stück gegen starke Strömung. Die Sicht war gering und der TG war eher unterdurchschnittlich. Wir habe dann eine Rast zwischen drei Felsen eingelegt. Plötzlich waren wir für ca. 5 Minuten im Mittelpunkt eines Fischschwarms. Die Tiere waren ca. 50-70 cm lang und sind um uns herum geschwommen - nur wenige cm von der Maske entfernt. Das war mein bisher schönstes Erlebnis Unterwasser auf dem für mich bisher schönsten Platz auf dieser Erde.

Der Guide wollte dann schnell zurück zum Boot. Ich konnte den Tauchgang durch trödeln auf sage und schreibe 52 Minuten verlängern – sonst wären es 5 Minuten weniger gewesen.

Auf dem Boot stand ein Fass mit Süßwasser bereit und mir wurde selbst gebackener Kuchen gereicht – nett.

Der Guide hat sich dann über meine Split-Finns lustig gemacht: „wie sehr ich doch strampeln musste, um gegen die Strömung anzukommen“. Ich haben kurz versucht, Ihm das Prinzip von Split-Finns zu erörtern und haben auch auf meinen verhältnismäßig geringen Luftverbrauch, beim gegen dir Strömung kämpfen, hingewiesen (mein 38. TG). Um mir sein volles Desinteresse zu zeigen, hat er den Boy angewiesen, zum nächsten Spot zu rasen...

Geschwind ging es zum nächsten Spot, Süd-Westlich vom Grand Anse. Auf meine Frage, was es denn an dem Spot zu sehen gäbe, hieß es Haie. Bei der Tauchbesprechung am Vortag habe ich jedoch deutlich darauf hingewiesen, dass ich nicht Hai-geil bin und keine Hai-Spots aufsuchen will. Um mir die Urlaubslaune nicht zu verderben habe ich auf weitere Diskussionen verzichtet.

Nach einer Oberflächenpause von nur 30 Minuten!!! sollte es weiter gehen. Ich konnte die Pause auf 40 Minuten verlängern – länger hielt ich das Gequengele des Diveguides, wann ich denn entlich soweit wäre, nicht mehr aus.
Unter Wasser waren einigen Granitblöcke und kleinere Fische und einige Schatten von Haien zu sehen. Nach 40 Minuten hat mich der Diveguide bei 80 Bar zum auftauchen genötigt. Ich konnte den TG dann mit ach und Krach auf 45 Minuten verlängern. Auf meine Frage hin, warum er schon wieder so schnell auftauchen wollte, hieß es, der zweite TG dauere bei ihm immer nur 45 Minuten, „wegen der Deko“. Ja ja, und den Gast nach 30 Minuten Pause zum zweiten TG nötigen und dann wegen möglicher Problemen bei der Deko den TG nach 40 Minuten beenden wollen...

Ich war ziemlich pissed. Dankenswerterweise hat dann auch noch das ..... von Motorbootboy ohne Vorwarnung die Rückfahrt mit Vollgas angetreten, während ich mich gerade aus dem Shorty geschält habe. Ich konnte mich gerade noch fangen, bin trotzdem mit einem Knie hart aufgeschlagen, was mich die nächste Woche immer wieder an diese …-Basis hat denken lassen.

Fazit: die Basis hat auf mich im ersten Moment eine guten Eindruck gemacht. Der selbstgebackene Kuchen zwischen den TG war eine nette Geste. Vom Rest der Veranstaltung war ich weniger begeistert. Möglicherweise war die Motivation an diesem Tag nicht ganz so hoch, da ich der einzige zahlende Gast war.

Ich habe allerdings etwas mehr Motivation für mein 115 Euro (eigene Ausrüstung!) für zwei Tauchgänge erwartet.

Möglicherweise fehlt der Basis etwas Konkurrenz auf der Insel.

Hätte ich nicht meinen bisher schönsten TG (mitten im Fischschwarm) erlebt, hätte ich ein Nautili weniger vergeben.

6 von 6 nautili

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