Kontaktdaten zur Basis
Buceo Anilao Beach & Dive Resort., San Teodoro, Batangas
by
Eva-Maria Reiter • 12.01.2015 • CMAS **, 280 TG

Das Buceo Anilao Beach and Dive Resort ist so jung, dass es die allmächtigen Google Maps noch nicht auf ihren Karten haben. Im Januar 2014 wurde es erstmalig auf der ?Boot? in Düsseldorf vorgestellt und im Frühjahr 2014 wurde es eröffnet.
Wir kamen von einer Tauchsafari mit der Philippine Siren von Busuanga nach Palawan und suchten ein Resort zum Abschluss unserer fast 3-wöchtigen Tauchreise, das uns für den letzten Transfer vor der endgültigen Heimreise weder eine weitere Bootsüberfahrt noch einen Inlandsflug abverlangte. Das Buceo Anilao erschien uns da gerade richtig, da es am südlichen Ende der Mabini-Halbinsel mit Blick auf die Balayan Bucht liegt. Von dort ist es eine 2,5 stündige Autofahrt nach Manila.

Der Begriff ?Beach? ist schon recht, denn das Resort wirbt damit, dass es als einziges im Umkreis einen eigenen Sandstrand sein eigen nennt, wobei der Sand wohl verflogen ist, denn im Wesentlichen besteht der Strand aus dicken Kieselsteinen, über die man am besten mit Sandalen oder Tauch-Füßlingen laufen kann. Wer hier aber ein Strand-Resort im üblichen Sinne erwartet, der wird enttäuscht sein: Das Buceo Anilao ist zuerst und überhaupt ein Taucher-Resort, und wer das nicht mag oder kann und sich nicht mit sich selber, mit Relaxen, gemütlich im Pool plantschen, oder auf der Terrasse ein Buch lesend beschäftigen kann, der ist hier falsch.
Falsch ist aber vor allem, wer nicht gut Treppen steigen kann. Das geht schon bei der Anreise los, da das Resort wie häufig auf den Philippinen, nicht zu Lande, sondern nur zu Wasser erreicht werden kann. Die Anreise geschieht per Auto bis auf wenige Hunderte Meter, dann gilt es von der Straße einen Pfad zum Ufer hinunter zu laufen und dort in eine Bangka einzusteigen, die dann in wenigen Minuten den Strand des Resorts anläuft. Dort angekommen, wird man auf’s Freundlichste mit einem Getränk begrüßt, während man gemütlich im Schatten die Anmeldeformulare ausfüllt, Ausbildungsstand und (wer will) Nitroxbrevets präsentiert. Die Tauchausrüstung wird sofort von den Tauchrucksäcken in die üblichen Plastikboxen verfrachtet, während das restliche Gepäck von den dienstbaren jungen Helfern auf die Zimmer getragen wird. Welch‘ ein Glück – denn die Zimmer befinden sich in recht geräumigen separaten Appartements, die malerisch den steilen Hang hinauf platziert sind. Und nicht nur zum Freiluftspeisesaal, auch zur Basis, zur Rezeption und zu der niedrigsten der Zimmereinheiten sind es stets etliche Treppenstufen. Nicht unüberwindlich, wer jung und gut zu Fuß ist, aber dessen muss man sich halt gewahr sein.

Die Appartements sind großzügig, was die Raumgröße betrifft, und alle mit zwei Queen Size Betten und einem zusätzlichen Bett ausgestattet ? der Stil ist modern und funktionell, aber ein bisschen mehr ?Dekoration? hätte dem Raum vielleicht ein bisschen mehr Atmosphäre verliehen. Die Bäder dagegen sind mit natürlichem Oberlicht versehen, groß und modern. Aber es fehlt hier an den Kleinigkeiten wie Zahnputzbecher oder Haartrockner, den man sich doch gern im Gepäck sparen möchte. Es war spannend, als wir erst am zweiten Tag lernten, warum unser Zimmer am Vortag nicht gemacht wurde: Man muss halt den Zimmerschlüssel abgeben, dann wird auch geputzt ? aber das muss man halt wissen ? Es fehlt an einigen Kleinigkeiten überall im Resort. Als Bespiel sei genannt, dass die Außenbeleuchtung noch nicht überall installiert ist, stattdessen ragen die Kabel aus den Mauern ? und es wäre des Nachts doch ein bisserl heller beleuchtet auch ein bisserl besser gewesen. Hier hatten wir wie in vielen anderen Einzelheiten auch den Eindruck, dass das Management sich nicht so sehr um den Übernachtungsbetrieb kümmert, wie es sehr wohl um den Tauchbetrieb bemüht ist.
Das Dive Center verfügt über mehrere Räume, einem Flaschenfüll-Bereich, darüber dem Ausrüstungsraum, in dem jeder Gast für sich separat Anzug und Box verstauen kann, und darüber der recht ordentlich große ? um nicht zu sagen luxuriöse ? Kameraraum (der allerdings auch von den Moskitos heiß und innig geliebt und bevölkert wurde). Im Freibereich besticht das Dive Center mit verschiedenen Wasserbecken zum Spülen von Ausrüstung und Kameras, aber auch Duschen und Stangen zum Aufhängen der Anzüge.
Die Briefings wurden häufig von einem der beiden Guides noch an der Basis durchgeführt, wobei großzügig, fast künstlerisch gezeichnete Ansichten der Tauchplätze herangezogen wurden. Während es möglich ist, auch am Hausriff zu tauchen, zogen es doch alle Tauchgäste vor, die täglich 4 Bootstauchgänge ab kurz nach 8 Uhr morgens bis abends rund halb 8 Uhr mitzumachen. Die ersten beiden Tauchgänge wurden nach Wetterlage meist mit einer einzigen Ausfahrt durchgeführt ? wenn die zum kurzweiligen Sombrero Island führt, dann ist mit einer Rückkehr nicht vor halb 1 Uhr zu rechnen. Der dritte Tauchgang dann nach dem Mittagessen und ausreichender Pause begann um 3 Uhr, der Nachttauchgang dann um halb 7 Uhr.

Die Ausfahrten werden mit der traditionellen Bangka durchgeführt, dem schmalen Boot mit den beiden Auslegern rechts und links – wir haben maximal 5 Tauchgäste an Bord erlebt, aber es wurde auch mit einem einzigen Taucher ausgefahren – natürlich stets von einem Guide und der Bootsmannschaft begleitet. Hier muss man wissen, dass der Einstieg vom Wasser zurück ins Boot über eine Holzleiter geschieht. Das Buceo Anilao hat in unserer Anwesenheit zwei Boote für Tauchausfahrten genutzt und von einem war diese Leiter doch recht kurz – nicht für alle ist es dann einfach, wieder ins Boot zurück zu kommen. Da ist entweder die helfende Hand der Bootsbesatzung recht, oder noch einfacher, das Jacket im Wasser ausziehen und ohne dieses über die Leiter klettern und die Guides das Jacket reinholen lassen.

Unter Wasser war es „Goldgräber-Land“. Die Guides bemühten sich erfolgreich, das für diese Gegend so bekannte Kleingetier, Schnecken, Anglerfische, Krabben jeglicher Couleur zu finden. Herrliche Fotos sind hier entstanden. Taucherisch ist das Buceo Anilao für alle Freunde des Muck Divings sehr zu empfehlen. Nicht nur einmal tauschten die begeisterten Taucher dann beim hervorragenden Dinner des Abends ihre Erlebnisse und auf den iPads auch ihre Fotos aus …

Wer ins Buceo Anilao zum Tauchen kommt, wird nicht enttäuscht sein.


6 von 6 Nautili


Stellungnahme der Basis

Liebe Eva, lieber Andreas,

mit Interesse habe ich Euren Bericht gelesen, vielen Dank dafür. Ich erlaube mir, ein paar Punkte anzufügen, nicht um zu beschönigen, sondern damit der geneigte Leser sich ein besseres Bild davon machen kann.

Der Sand ist tatsächlich beim letzten Taifun weggeflogen. Das müssen wir klarer kommunizieren, das ist richtig. Zur Zeit Eurer Buchung war der Sand noch da, und das nehme ich auf meine “Kappe”, dass ich da nicht nachinformiert habe.
Auch mache ich alle Gäste normalerweise bei der Buchung aufmerksam wegen den Treppen und versuche die oberen Zimmer jüngeren Leuten zu geben. Meistens klappt es, aber halt nicht immer.

Bezüglich Beleuchtung, da arbeiten wir gerade daran und gemäss Manager vor Ort haben wir zusätzlich Lampen für den Garten gekauft. Auch Bilder sind jetzt in allen Zimmern drin, was bei Euch noch gefehlt hat. Ohne Bilder sieht es tatsächlich kahl aus. Auch die anderen Punkte habe ich bereits zum Teil vorher bemerket und weitergeleitet, und habe auch eine sogenannte “Verbesserungsliste” erstellt für die Leute vor Ort.

Selber werde ich im März dort sein, und nochmals einigen Dingen nachgehen. Wie zum Beispiel, der Rezeption eine Checkliste zu geben mit den wichtigen Punkten, auf die beim Check In ausrücklich hingewiesen werden muss.
Damit es auch jedem Gast klar ist, dass sein Zimmer nur gereinigt wird, wenn der Schlüssel abgegeben wird. Und so weiter.

In diesem Sinne, herzlichen Dank für den Bericht und die positive Kritik, an der wir arbeiten werden.

Herzliche Grüße
Martin & Team

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