Kontaktdaten zur Basis
Nach uns vorliegenden Informationen existiert diese Basis nicht mehr, ist aus anderen Gründen nicht mehr verfügbar oder hat einen neuen Namen. Solltest Du über andere Info´s verfügen, schreibe uns einfach eine mail.

Cuba-Divers, Cayo Guillermo
by Andreas Holler • 28. Dezember 2004


Gefunden auf der Website www.cuba-divers.com


Liebe Tauchsportfreunde und Gäste von Cuba-Divers,

zu unserem Bedauern müssen wir Euch mitteilen, dass die Tauchbasis auf Cayo Guillermo AB SOFORT nicht mehr unter unserer Leitung steht. Aufgrund unüberbrückbarer Probleme seitens unseres kubanischen Partners, waren wir nicht mehr in der Lage, den für unsere Kunden internationalen Standard zu gewährleisten.

Wir wurden nahezu komplett zur Handlungsunfähigkeit gezwungen, wodurch uns keine andere Möglichkeit mehr blieb, als diese unzumutbare, zum Nachteil unserer Gäste, Zusammenarbeit aufzukündigen.

Wir bedanken uns bei all unseren Interessenten und langjährigen Gästen für das entgegengebrachte Vertrauen. Das gesamte Team der Cuba-Divers wird sich gerne an die schönen Tauchgänge und geselligen Stunden in angenehmster Weise zurückerinnern.

Guardalavaca
Auch die Tauchbasis in Guardalavaca wird ab dem 31.01.2005 aus der vorgenannten Problematik, Cayo Guillermo betreffend, nicht mehr unter unserer Leitung stehen.

Fazit
Wir befinden uns derzeit in intensiven Verhandlungen mit seriösen Geschäftspartnern, um Euch weiterhin den gewohnten Service / Standard unter deutscher Leitung im karibischen bzw. lateinamerikanischen Raum zu bieten. Aus diesem Grunde würden wir uns freuen, wenn Ihr weiterhin von Zeit zu Zeit unsere Website besuchen würdet, um den weiteren Verlauf verfolgen zu können.

Kontakten könnt Ihr uns weiterhin unter: cuba-divers@gmx.de

Cuba-Divers, Cayo Guillermo
by Eva Maria Reiter • 20. März 2004

Weißer Sand vor türkisblauem Meer, ein strahlend blauer Himmel unter gleißender Sonne und unter einer sich im leichten Karibik-Wind wehenden Palme einen Pina Colada schlürfen – das ist Kuba! Tatsächlich genauso! Hier zu tauchen, muss das Paradies sein. Also auf zu der wohl einzigen deutschen Tauchbasis auf Kuba – den Cuba Divers auf der Insel Cayo Guillermo!

Geführt wird die Basis von Jörg und Elli Hipper mit echt schwäbischer Betriebsamkeit – engagiert und wirklich herzlich! Mit unerschütterlicher Geduld und Zielstrebigkeit kämpfen die beiden gegen das kubanisch-schulterzuckende mañana und die allgegenwärtigen sozialistischen Versorgungsnöte, wenn Basis-Jeep, Transfer-Bus oder Tauchboot streiken. Aber gegen den heftigen Wind, der in diesen beiden Wochen mit 30, 40 oder gar 50 Stundenkilometern vom Atlantik über die Küste wehte, sind auch sie machtlos. Da hilft alles nichts – Tauchen ist bei diesem Wellengang einfach nicht möglich. Nicht weil dabei auch dem abgebrühtesten Taucher mal übel wird (Elli hat hier sehr wirksame Tabletten parat), sondern weil nach dem Tauchgang der Einstieg vom Wasser zurück ins Boot zu gefährlich wäre oder gar – was auch nicht selten vorkam – weil einfach die Küstenwache die Ausfahrt der Boote bei so starkem Seegang untersagt!

Da rächt sich dann die Lage der Basis, die kein Hausriff ihr eigen nennen oder wenigstens einige wind-geschützte Riffe in erreichbarer Nähe aufweisen kann. Pech, zumal erst am Morgen jeweils wirklich klar ist, ob eine Ausfahrt möglich ist oder nicht – und Ausflüge ins weitere Umland nach Trinidad oder Havanna als Alternativ-Programm schon spätestens am Vortag gebucht werden müssen.

Aber davon abgesehen, ist die Tauchbasis mit deutscher Gründlichkeit „supi“ durchorganisiert: Jeder Gast erhält nach dem Einchecken eine nummerierte Box mit zugehörigen Jacket- und Anzugbügeln, die er mit auf´s Tauchboot nimmt und sonst mit der Ausrüstung im bewachten Trockenraum aufbewahrt werden. Wenn die Tauchgäste morgens ihre Kisten gepackt haben, werden sie mittels Bus zur wenige Minuten entfernten Marina Puerto Sol gefahren, wo bereits das Tauchboot wartet – mit 12l- und 15l-Stahlflaschen bestückt. Die Basis selbst auf dem Gelände der Hotelanlage Villa Cojimar liegt zwar direkt am Strand, aber dort ist das Ufer so flach, dass man noch nach minutemlangen Waten erst im hüfthohen Wasser steht. Aus diesem Grund werden auf dem Gelände der Marina derzeit auch entsprechende Gebäude für Flaschenfüllanlage und Verwahrung des Tauchequipments gebaut, um sich zukünftig den Transfer von Flaschen und Tauchsachen zu ersparen.
Bis alle Tauchgäste aus den umliegenden Hotels beim Tauchboot angekommen sind, ist meist genügend Zeit um in Ruhe das Equipment zusammenzubauen. Sind dann alle an Bord, gibt´s von Jörg das Briefing zu den Tauchplätzen, die an diesem Tag angefahren werden sollen. Üblicherweise werden 2 Tauchgänge mit einer mindestens 1stündigen Oberflächenpause durchgeführt. Kaum ist dann der letzte Taucher an Bord, geht’s sofort wieder zurück zur Marina mit anschließendem Bustransfer zur Basis. Praktischerweise stehen hier zum Spülen mit Süßwasser ein größeres Becken für Anzüge und Jackets und ein Eimer für Masken und Automaten zur Verfügung – erinnert immer ein wenig an einen großen Waschtag! Und wen es jetzt nach einem Deko-Bier oder eine Dusche gelüstet – nur zu: die freundlichen kubanischen Guides räumen später die Anzüge und Jackets in den Trockenraum.

Die Tauchgründe, die von den Cuba-Divers auf Cayo Guillermo angefahren werden, sind nicht anspruchsvoll, aber bestimmt nicht uninteressant und die Anfahrtszeiten von ca. 30 Minuten sind durchaus in Ordnung: Zwar hatte kaum ein Tauchplatz mehr als 16 m Tiefe aufzuweisen, dafür aber wimmelt es nur so von farbenprächtigen, tropischen Fischen, riesigen Lobstern und grünen Muränen von gewaltigen Ausmaßen und bei seltenen Gelegenheiten bekamen wir auch Rochen, Ammenhaie, Schildkröten und sogar Delfine zu Gesicht.
Fast alle Tauchgänge werden als Drifts in der Gruppe durchgeführt, nach dem Auftauchen kommt das Boot zum Abholen - sehr entspannend für etwas faulere Taucher wie mich. Leider war die Sicht aufgrund des teils sehr stürmischen Wetters nicht so berauschend, aber wir nehmen dennoch die besten Eindrücke von der von Braun-, Gold- und Lilatönen (!) dominierten Unterwasserflora und der überaus quirligen Fauna mit.
Im April soll das Wetter wesentlich besser sein, das heisst: Regelmäßige Ausfahrten, bessere Sicht, vielleicht auch mal tiefere Tauchgänge ... na ja, leider können wir dann nicht noch mal wiederkommen – es würde sich bestimmt lohnen!
Aber wer weiß: Hasta luego!

PS:
Noch ein dringender Tip: Die kubanische Bar am Strand, direkt bei der Basis, ist nicht nur für das anschließende Dekobier zu empfehlen! Wer am Tag vorher reserviert hat, kann dort für wenig Geld wirklich super Spaghetti oder formidable Lobster genießen – und das mit einer traumhaften Sicht über das Meer – Prädikat: unbedingt empfehlenswert!



Was wir uns besser wünschen würden:
• Alternativ-Tauchgänge bei schlechtem Wetter: vielleicht finden sich genügend Taucher, die auch die lange Anreise nach Trinidad nicht scheuen, wenn sie nur wenigstens tauchen können ...
• Die Möglichkeit, auch mal 3 Tauchgänge am Tag durchzuführen, wenn entsprechend Nachfrage besteht.
• Briefing VOR dem jeweiligen Tauchgang, nicht schon für beide Tauchgänge bevor das Boot überhaupt die Marina verlassen hat. Es ist leichter, sich die Einzelheiten der Tauchspots direkt vor dem Abtauchen noch mal einzuprägen ...

Was wir gut fanden:
• Prima Basisorganisation
• 1a-motivierte Basisleitung und immer freundliche Guides
• Leihausrüstung in Top-Zustand
6 von 6 Nautili

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