Kontaktdaten zur Basis
Scuba Galaxy, Bonito Bay Resort, Morrungulo
by
Wolfgang & Urk • 10.05.2013 • CMAS*** / CMAS**, >2000 / >500 TG

Unseren Tauchurlaub in Mosambik haben wir in die low season nach der Regenzeit und außerhalb der südafrikanischen Osterferien gelegt (die Südafrikaner sind in den Ferien sehr reisefreudig).

Unsere Anreise: Flug nach Johannesburg und von da mit dem Mietauto (kein 4x4 erforderlich) gute 1000 km an den indischen Ozean. Anstrengend, aber mit einiger Planung und Zwischenübernachtung (z. B. im Casa Lisa oder Blue Anchor Inn hinter Maputo) machbar - und man sieht was von Land und Leuten. Die Strassen sind bis Inhambane in Mosambik gut (aber unbedingt Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten!!!). Außerdem führt die N 4 in Südafrika direkt am südlichen Rand des Krüger Parks vorbei. Alternativ Flug von Johannesburg nach Inhambane oder Vilankulo. Man wird dann von den Tauchbasen abgeholt. Oder Gesamtpaket beim Veranstalter buchen: http://www.scuba-native.de

Wir waren zuerst 1 Woche in Tofo (Casa John und Tofo Scuba - siehe separater Bericht). Wirklich nicht schlecht, aber für uns lag das Hailight Luftlinie nur ca. 50 km nördlich in Murrungulo. Mit dem Auto brauchten wir allerdings gut 4 Std. um die Inhambane Bay herum über Maxixe (deutlich „afrikanischer“ als Inhambane) und Massinga und dann zwischen Cashewbäumen, Baobabs und Kokospalmen zur Praia Morrungulo (13 km Sandpiste).
Während Tofo inzwischen doch recht touristisch und leicht ´schrabbelig´ wirkt, liegt unsere Unterkunft Bonito Bay einsam inmitten einer Kokospalmenplantage (beware of falling coconuts!) auf den Dünen direkt am endlosen Sandstrand. Neben einigen rustikalen, aber sauberen Unterkünften für Selbstversorger (Fische und Langusten kann man von einheimischen Fischern kaufen) aus Holz, Palmblättern und Schilf und einem Restaurant mit Pool (bis 3,5 m tief für Tauchausbildung) befindet sich dort auch als einzige Tauchbasis vor Ort Scuba Galaxy von Tine & Wolfgang. Bei den beiden fühlten wir uns von Anfang an wohl. Ihre Herzlichkeit und Professionalität wurde bereits in Berichten anderer Tauchseiten hervorgehoben, auf Grund derer unsere Wahl auch auf Scuba Galaxy gefallen war.

Für uns als Taucher mit 40 bzw. 25 Jahren Taucherfahrung kam hinzu, dass wir mit dem Forschungs- und Höhlentaucher sowie Meeresbiologen Wolfgang (Wolle) einen Buddy hatten, der selbst immer noch viel Spaß am Tauchen hat und sehr professionell (d.h. auch ohne überflüssige Belehrungen) dafür gesorgt hat, dass wir gemeinsam unvergessliche Tauchgänge erleben durften. Dabei haben natürlich auch die See und ihre Bewohner mitgespielt.
Wir haben vor allem die äußeren Riffe betaucht und außer Wahlhaien (die hatten wohl auch gerade low saison) alles gesehen: Mantas, Mobulas und andere Rochen, 6 Haiarten (darunter ein Großer Hammerhai), 2 x Delfine als Begleiter, gewaltige Potato Grouper, Barrakudas, Schildkröten, Krokodilfische, Schwärme von Stachelmakrelen und anderen Schwarmfischen, Langusten, verschiedene Muränen und mehr oder weniger seltenes Kleingetier. Ja, und der Hammer, vieles davon oft während eines Tauchgangs. Übrigens, beim Launchen des Offshore Schlauchbootes (es gibt 2 davon) ist auch die Hilfe der Tauchgäste gefragt. Das ist aber relativ easy – kein Vergleich mit dem nicht ungefährlichen Start in der Brandung vor Südafrika. Da die tieferen Riffe mehr oder weniger im U-Profil betaucht werden, empfehlen wir für längere Grundzeiten die Nutzung von Nitrox, auch wenn dafür extra Kosten anfallen. Überhaupt muss hier auf der sicheren Seite getaucht werden – die nächste Druckkammer befindet sich 1150 km entfernt in Durban.
Der absolute Hit an unseren 6 Tauchtagen war der letzte Tag mit zwei Tauchgängen als ´Familienausflug´ mit Tine & Wolle am Tauchplatz Benchmark (Patricio, der sehr kompetente junge Mosambikaner aus Morrungulo hat wie immer das Boot über dem Riff gehalten). Wir haben einfach nur getaucht und gestaunt solange die Luft gereicht und der Computer mitgespielt hat. Allerdings gibt´s solche Tauchgänge auch nicht alle Tage - auch Wolle war beeindruckt.

Einziger Wermutstropfen: man kommt nicht eben mal schnell hin - sonst würden wir schon bald wieder die Tauchkoffer packen.

6 von 6 Nautili

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